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Zur Geschichte der Queller Schule seit 1878

Eine Chronik von Karl-Gustav Heidemann (Schulleiter der Queller Schule 1986 - 2004)

 

 

 

Der Schulstandort an der heutigen Carl-Severing-Straße 165 kann auf eine über 130jährige Geschichte zurückblicken. Die Anfänge des Schulwesens in Quelle liegen jedoch noch viel weiter zurück. Hier ein Überblick:

1788 werden im Hofgebäude des Kleinbauern Hinney (Nr.25) ca. 40-50 Kinder unterrichtet. Wenige Jahre später wird der Unterricht in ein anderes Gebäude verlegt, das der Bauer Meyer zu Bentrup (Nr.2) zu diesem Zweck hatte erbauen lassen.

1821 stellt Lehrer Lütgert ein von ihm selbst neben seinem Wohnhaus (Nr. 20) errichtetes  Schulgebäude der Gemeinde mietweise zur Verfügung. 70-80 Kinder werden von ihm darin unterrichtet.
1878 wird auf dem Grundstück Carl-Severing-Straße eine einklassige ScKlicken zum Vergrößernhule mit Lehrerwohnung gebaut, die bereits nach vier Jahren um ein zweites Klassenzimmer und eine zweite Lehrerwohnung  erweitert wird.
1899 wird wegen ständig steigender Schülerzahlen (264 im Jahre 1890) an der Haller Chaussee (heute Osnabrücker Straße) ein weiteres Schulgebäude (Quelle II) errichtet.
1912 wird ein weiteres Schulgebäude (Quelle III) für ca. 70 Kinder aufKlicken zum Vergrößern Niemöllers Hof errichtet. Der Schulstandort wird jedoch schon 1924 aufgehoben.
1925 wird auf dem Gelände Carl-Severing-Straße ein zweites Schulgebäude mit zwei Klassen-räumen, einer Lehrer- und einer Hausmeisterwohnung errichtet.
1946 wird das Gebäude von 1878 wegen Baufälligkeit abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau begonnen, der 1948 eingeweiht wird. Gleichzeitig wird die Schule Quelle II aufgehoben.
1952 wird das aus dem Jahre 1925 stammende Gebäude durch einen Anbau von vier Klassenräumen erweitert.
1968 wird aus der Volksschule Quelle die Grundschule Quelle.
1971 erhält die Schule eine eigene Turnhalle.
1999 wird mit dem Anbau von sechs Klassen- und zwei Mehrzweckräumen begonnen. Anschließend werden die beiden älteren Gebäudeteile umfassend renoviert.
2001 findet die feierliche Einweihung der erweiterten und umgebauten Schule statt.
2009 Einweihung des eigenen Mensagebäudes

Die Volksschule Quelle von 1948 bis 1968

Der Neubau

Schule_nach1948.jpg Die Schulsituation kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs ist gekennzeichnet durch rasch wachsende Schülerzahlen, bedingt durch den Zustrom von Flüchtlingen aus den Ostgebieten, sowie die katastrophalen baulichen Verhältnissen des Schulgebäudes. Da das Gebäude von 1878 baufällig war und 1946 abgerissen wurde, gab es für 7 Klassen mit fast 400 Schülern nur zwei Klassenräume. Der Unterricht erfolgte im Schichtbetrieb von morgens 8 Uhr bis 18 Uhr am Abend und „vollzieht sich unter übelsten und größten Schwierigkeiten“ (Schulchronik). Der Unterricht musste teilweise um die Hälfte gekürzt werden.

Die Chronik fährt fort: „Es bleibt nichts anderes übrig als die Lehrküche im Schulhauskeller auszuräumen und als Klassenraum herzurichten. Die beiden großen Herde werden an die Wand gerückt und aus dem

Abb.: Neubau 1948

Gemeindelager uralte Schulbänke aufgestellt. Die Lichtverhältnisse sind unmöglich, die Lampen müssen den ganzen Tag brennen, die Luft ist nach Minuten dick und der Raum ist zum Drängen eng – aber es gibt keine andere Möglichkeit, es muß gehen.

In dieser Situation ergriff der von den Nazis verfolgte und von den alliierten Behörden wieder eingesetzte Gemeindedirektor Otto Tönsgöke die Initiative. Schon im Februar 1946 hatte Tönsgöke  bei der Regierung in Minden die ersten Pläne für einen Neubau der Volksschule eingereicht, was dort nicht geringes Erstaunen hervorrief. In der noch ziemlich unübersichtlichen politischen Lage wurden die Baupläne als großes Wagnis angesehen.

 

 

Abb.: Das heutige Haus 1 (mit der Verwaltung) - noch ohne den Anbau rechts

 

 

Dazu schrieb die Freie Presse in der Ausgabe vom 15. 12.1948:

„Wenn auch selbst Fachleute und vorgesetzte Behördenstellen den Bau in seinem Ausmaß als vermessen und nicht durchführbar erklärten, so gaben mutige Männer des damaligen Gemeinderates am 7.3.1946 doch ihre Zustimmung zur Durchführung. Welcher Mühen es allein bedurfte, um lediglich die Genehmigung der Militärregierung zu erhalten, die dann am 24.8.1946 erteilt wurde, können nur diejenigen ermessen, die mit dabei waren, um von Behörde zu Behörde Anträge, Vordrucke und Pläne einzureichen. Die Verhältnisse vor der Währungsreform mit all ihren traurigen Erscheinungen waren dem umfangreichen Bauprojekt sicher nicht förderlich zugetan, im Gegenteil, die Schwierigkeiten insbesondere in Bezug auf die Materialbeschaffung wurden von Tag zu Tag größer.“

Im November 1947 konnte schließlich das Richtfest gefeiert werden. Behördenvertreter, Handwerker und Gäste hatten sich auf dem Schulhof versammelt. Bürgermeister Rabe sprach Begrüßungsworte, der Richtkranz wurde hochgezogen, der Maurerpolier sprach seinen Richtspruch. Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen führten zum Klange des Schifferklaviers Volkstänze auf und sangen beim Abschluss das Ravensberger Heimatlied. Im Saal Büscher versammelten sich dann Arbeiter, Handwerker und Behördenvertreter. Eine Ansprache von Gemeindedirektor Tönsgöke leiteten die Feierlichkeiten ein, die erst in den frühen Morgenstunden endeten. Ein Grund zum Feiern bestand auch darin, dass die Gemeinde Quelle von den Gesamtbaukosten in Höhe von 291 000 Mark rund 164 000 Mark in alter Reichsmark-Währung abdecken konnte.

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Es sollte noch ein weiteres Jahr vergehen, bis die Bauarbeiten abgeschlossen waren und das Gebäude bezogen werden konnte. Am 18. Dezember 1948 erfolgte die feierliche Einweihung in der Aula des neuen Gebäudes. Viel Prominenz aus Politik und Verwaltung war erschienen, denn es war die erste Einweihung eines Schulgebäudes im Regierungsbezirk nach dem Krieg. Unter den Gästen befanden sich u.a. der ehemalige preußische Innenminister Carl Severing, der Regierungspräsident Drake, Landrat Specht und der Bielefelder SPD-Vorsitzende Carl Schreck. Nach seiner Einweihungsansprache übergab Gemeindedirektor Tönsgöke das Gebäude an den Schulleiter Dalkötter, der sich für das gelungene Bauwerk bedankte und versprach, dass  das Geschick der Schule in guten Händen liege.
Nach der offiziellen Feier, die von Musik- und Gedichtbeiträgen der Schüler und Lehrer  umrahmt wurde, traf man sich noch im Lokal Büscher. Hier ergriffen auch Carl Severing (mehr zur Person...)und Carl Schreck (mehr zur Person...)das Wort.

Severing „gab der Erwartung Ausdruck, dass Quelle als Beispiel vorbildlich sein möge, gleichsam wie die Quelle als Ursprung der Flüsse, der Ströme, des Meeres, so möge die Erkenntnis, dass Wissen Macht bedeutet, wie ein Fluß Nordrhein-Westfalen, wie ein Strom Deutschland und wie ein Meer die Welt erfassen." (Westf. Zeitung 15.12.1948)

Das neue Gebäude umfasste 6 Klassenräume, 2 Mehrzweckräume für Lehrmittel und Verwaltung, eine 200 qm große Aula mit 360 Sitzplätzen und zwei Lehrerwohnungen. Besonders gelobt wurden die schönen hellen Räume, der blanke Parkettboden und das neue Mobiliar. Insgesamt war man sehr stolz auf eine moderne und vorbildliche Bildungsstätte. Nicht ganz so begeistert zeigte sich das Lehrerkollegium. Insbesondere wegen des Mobiliars kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Regierungsrat Zobel von der Bezirksregierung bestand darauf, dass nur bewegliche Tische und Stühle angeschafft werden sollten. Da das Kollegium diese Auffassung nicht teilte, wurde es zu einer Besprechung in das Lokal Büscher gerufen. Regierungsrat   Zobel legte die Vorzüge des Mobiliars dar, Rektor Dalkötter trug die Bedenken gegen die alleinige Verwendung der quadratischen Tische vor. Obwohl Zobel die Bedenken akzeptierte, wurden am nächsten Tag ausschließlich quadratische Tische gekauft. Es geht aus der Schulchronik nicht hervor, welches Mobiliar die Lehrer lieber gesehen hätten. Vermutlich hätten viele Lehrer lieber die traditionellen feststehenden Schulbänke gesehen. Fest steht jedoch, dass sie über mangelnde Mitspracherechte bei der Ausstattung der Schule verärgert waren.

Mit der Einweihung des Neubaus wurde auch die alte Schule Quelle II an der Osnabrücker Straße (siehe Bild rechts) aufgelöst und Schüler wie Lehrer wurden im Gebäude an der Steinhagener Straße (heute Carl-Severing-Straße) zusammengeführt. Die Leitung wurde dem aus Herford stammenden Rektor Gustav Dalkötter übertragen. Der bisherige Leiter der Schule II, Karl Frech, wurde später Konrektor. Die Zusammenführung beider Schulen war nicht nur ein organisatorisches Problem. Keine leichte Aufgabe war es, aus den Lehrern beider Schulen ein neues arbeitsfähiges Kollegium zu bilden. Dalkötter war erst 46 Jahre alt, als er von Gronau nach Quelle versetzt wurde. Einige Lehrer waren aber deutlich älter und in der Vergangenheit mit Leitungsfunktionen beauftragt, teilweise aber auch durch die Nazizeit politisch belastet.

Trotz Neubau blieb die Raumfrage weiter ein drängendes Problem. Mit der Schließung von Quelle II kamen noch einmal über 300 Kinder hinzu. Im Mai 1949 weist die Statistik 748 Schülerinnen und Schüler in insgesamt 16 Klassen aus. In den einzelnen Klassen saßen 40 bis 60 Kinder. Es standen aber nur 8 normale Klassenräume zur Verfügung, 2 im Altbau und 6 im Neubau. Weiterhin mussten der Kellerraum, die beiden kleinen Räume im Neubau, die eigentlich für Lehrmittel und Verwaltung gedacht waren und auch die Aula mitbenutzt werden. Zudem mussten die Klassen ständig wandern, um das Raumangebot optimal nutzen zu können.

Da auch in den folgenden Jahren die Schülerzahlen unverändert hoch blieben, wurde der Altbau (Haus I) 1952 durch einen Anbau um zusätzlich 4 Klassenräume und 2 Mehrzweckräume erweitert.

 

Die Entwicklung der Schülerzahlen von 1947 bis 1967

1947 1948 1949 1950 1951 1952 1953 1954 1956 1957 1958 1959 1962 1964 1965 1966
391 395 748 802 791 724 704 632 517 506 472 771 445 501 487 481

Anmerkungen
Für die Jahre 1960, 1961, 1963 liegen keine Angaben vor.
Die drastisch Erhöhung von 1948 auf 1949 erklärt sich durch die Tatsache, dass die Schule 2 an der Osnabrücker Straße aufgehoben wurde und alle Schüler in die neue Zentralschule gingen.


Der Queller Schulstreit

Im Jahre 1955 gab es in der Gemeinde einen heftigen Streit über die Errichtung einer katholischen Bekenntnisschule. Worum ging es? Nach dem im Jahre 1952 in Kraft getretenen Schulgesetz von Nordrhein-Westfalen konnten Eltern die Einrichtung einer Bekenntnisschule beantragen. Mindestens 40 Unterschriften waren dafür notwendig. Die Volksschule Quelle war eine Gemeinschaftsschule mit überwiegend evangelischen Schülern. Katholische Eltern starteten 1952 eine Initiative zur Errichtung einer katholischen Bekenntnisschule und sammelten dafür 55 Unterschriften und meldeten insgesamt 66 Kinder für diese Schule an. Die Detmolder Regierung verfügte daraufhin die Errichtung einer katholischen Bekenntnisschule bis spätesten 1.10.1954. Hiergegen wehrten sich Rat und Verwaltung der Gemeinde Quelle. Streitpunkt war vordergründig die Kostenfrage, im Hintergrund ging es natürlich auch um weltanschaulich-politische Einstellungen. Der Gemeinderat hatte schließlich ein deutliche SPD-Mehrheit und stand der Bekenntnisschule ablehnend gegenüber.

Überdies gab es Streit über das Zustandekommen der Elternvoten. Die Eltern gingen davon aus, dass eine weitere Schule mit drei Klassen gebaut werden solle. Der Gemeindedirektor Tönsgöke rechnete vor, dass die Gemeinde die Kosten für einen Neubau von mindestens 250 000 DM nicht tragen könne. Auch sei die Gemeinde zwar zur Einrichtung einer Bekenntnisschule verpflichtet, aber nicht zum Bau eines gesonderten Schulgebäudes.

Der Streit zwischen Gemeindeverwaltung, Bezirksregierung und katholischer Kirche ging hin und her und war mehrfach Gegenstand der Berichterstattung in den Bielefelder Tageszeitungen, wobei die unterschiedlichen politischen Ausrichtungen jeweiligen Zeitung deutlich hervortraten. Schließlich wurde der Errichtungstermin von der Bezirksregierung auf den 1.4.1955 endgültig festgesetzt.

Von den ursprünglich 66 Kindern waren inzwischen noch 42 Anmeldungen aller Jahrgangsstufen übrig geblieben. Nach Lage der Dinge bedeutete das die Einrichtung einer einklassigen katholischen Schule im Gebäude der Volksschule. Schulleiter Dalkötter wies die angemeldeten Schüler in diese Schule ein, was einen regelrechten Aufstand bei den Eltern hervorrief. Nur drei Kinder erschienen am ersten Schultag zum Unterricht. Die Eltern der anderen 39 Kinder erhoben Einspruch beim Schulleiter und brachten ihre Kinder am nächsten Tag wieder zur Gemeinschaftsschule. Die Eltern gaben an, sie seien durch falsche Informationen von Herrn Karl Mangel, der sich selbst zum Sprecher der Eltern gemacht habe, zur Unterschrift veranlasst worden. Von einer einklassigen Schule sei nie die Rede gewesen.

In Gesprächen mit der Bezirksregierung, die teilweise sehr heftig verliefen, wurde nach Lösungen aus dem Dilemma gesucht. Die Schulchronik berichtet darüber:

Um die total verfahrene Sache zu klären, beauftragte die Regierung den Oberregierungsrat Dr. Wagner, der kurz vorher wegen einer üblen Sache mit dem Feuerwerker König (Bombenkönig), Herford, aus der Polizeiabteilung in die Schulabteilung versetzt worden war, damit, den „Frieden in der Gemeinde Quelle“ an „Ort und Stelle“ wiederherzustellen. Die Zusammenkunft im Gemeindebüro, an der u.a. Herren Landrat Specht, Tönsgöke, Pfarrer Halterbach, der berüchtigte M(angel), und eine Reihe Gemeinderatsmitglieder teilnahmen, dazu vom Kollegium die Herren Dalkötter und Exner sowie die Schulrätin Frau Kley teilnahmen, kann in Ihrer Turbulenz nicht geschildert werden. Einen ungeschickteren Herrn hätte man nicht schicken können. Als Wagner drohte: „Wenn wir hier nicht fertig werden, passiert was!“ ging das Ganze im fürchterlichen Lärm unter. Auf die Frage: „Was passiert?“ drohte er dem Rektor, wie schriftlich schon passiert, ein Disziplinarverfahren an.

Später stellte sich im persönlichen Gespräch zwischen Rektor Dalkötter und Dr. Wagner heraus, dass Herr Mangel in Schreiben an die Regierung Herrn Dalkötter übel verleumdet hatte. Er behauptete, Dalkötter sei von Haus zu Haus gegangen, um  die Eltern vom Besuch der katholischen Schule abzuhalten. Zu einer endgültigen Klärung der Vorwürfe ist es trotz des Wunsches von Rektor Dalkötter nicht gekommen.

Am Ende der Zusammenkunft wurde mündlich vereinbart, dass die Gemeinde Quelle in den nächsten Jahren ein geeignetes Grundstück für den Bau einer katholischen Schule suchen solle. Die Regierung erklärte sich bereit 90% der Kosten für Gebäude und Personal zu übernehmen. Warum es dazu nicht gekommen ist, geht aus den zur Verfügung stehenden Quellen nicht hervor.


Schulleben

Die neue Schule war von Anfang an auch kultureller Mittelpunkt der Gemeinde, wie überhaupt die Schule stark in das Gemeindeleben integriert war. Bis Ende der 50er Jahre beteiligte sich die Schule mit allen Schülerinnen und Schülern am Vorabend des 1. Mais am traditionellen Maieinholen. Ein bunter Umzug mit Musikbegleitung zog dann zum Rennplatz, um dort unter dem aufgerichteten Maibaum bei Spiel, Tanz und Gesang den Frühling zu begrüßen.

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In der Schulchronik von 1958 heißt es: Am 30.4. versammelten wir uns wie gewohnt zum bunten Festzug, den Mai einzuholen. Den Großteil der Vorbereitungen haben dafür immer die Damen zu leisten; der große Kranz muß gebunden werden, das Schmücken ist keine Kleinigkeit. Das Einüben der Tänze und Chöre ist nicht minder anstrengend und jemand für die Festansprache zu finden, ist für den Rektor immer ein besonderes „Vergnügen“. Aber es gelang auch diesmal.

Im darauf folgenden Jahr ist allerdings zu lesen: Da die Vorbereitung dieser Veranstaltung uns sehr viel Zeit und Mühe kostet, ist die Durchführung seit Jahren keine reine Freude und geschieht möglicherweise zum letzten Mal . In der Tat sind in den folgenden Jahren keine Berichte über das Maieinholen mehr enthalten.

Der Schulleiter war auch maßgeblich verantwortlich für regelmäßige Kulturveranstaltungen der Gemeinde Quelle. So traten in der Aula verschiedene Künstler des Stadttheaters oder anderer Theater mit musikalischen oder sprachlichen Darbietungen vor anfangs gut besuchtem Haus auf. Doch im Laufe der Jahre ging das Interesse an solchen Veranstaltungen merklich zurück. „Leider sind diese Abende infolge schwindender Teilnahme ... immer schlechter besucht, man muß die Karten (1,- DM) anbieten wie ´sauer Bier´, und wir erwägen, Schluß damit zu machen. So der Chronist im März 1958. Und schließlich im nächsten Jahr: ... am 7.2. (fand) als letzter Kulturort der Gemeinde Quelle ein Abend mit dem Wehmeyer-Quartett und dem Volkschor (statt), trotz Mozart, Schubert usw. jämmerlicher Besuch – wir machen Schluß damit."

Die Aula war natürlich auch der Ort für alle schulischen Feiern, für Einschulungs- und Entlassfeiern, Vorführungen aller Art für die Kinder und zum Teil sehr aufwändigen Theateraufführungen der Schülerinnen und Schüler. Zum Schulleben gehörten Schullandheimaufenthalte ebenso wie die regelmäßige Teilnahme an Schulsportfesten des Amtes Brackwede.


Lehrerkollegium

Anfangs bestand das Lehrerkollegium der Schule I aus 5 Mitgliedern, nach Auflösung der Schule II aus 14 Mitgliedern. Die Zahl stieg in den Jahren 1950/51 auf 16 an und ging dann langsam bis auf 11 Mitglieder 1966 zurück. Da davon auszugehen ist, dass alle Lehrerinnen und Lehrer mit voller Stundenzahl beschäftigt waren, entspricht die Zahl der Lehrpersonen gleichzeitig der Zahl der Lehrerstellen, die sich wiederum aus der Zahl der Schüler errechnet. Durch Versetzungen, Pensionierungen und kurzfristige Vertretungen gab es in der Zusammensetzung des Kollegiums immer wieder Veränderungen.
Wie bereits erwähnt, wurde Gustav Dalkötter 1947 mit der Leitung der Volksschule Quelle beauftragt. Er übte diese Funktion bis zu seinem Tod aus. Am 14.11.1963 verstarb er plötzlich und unerwartet mit 61 Jahren an einem Herzinfarkt. Die ganze Schule trauerte um ihn. Seine Vertretung übernahm der Konrektor Wilhelm Piening, der am 1.4.1964 auch die Nachfolge als Rektor antrat.

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Lehrerkollegium ca. 1961/62

Von links: Wilhelm Piening, Elfriede Hild, Ursula Wagemann, Elisabeth Tönsmann, Horst Wöhning, Erna Kleine, Eugen Hoppe, Else Schelp, Albert Tubbesing, Elisabeth Flöthe, Hermann Exner, Reinhard Pogatzki, Gustav Dalkötter

 

Das Ende der Volksschule

Ab 1966 erfolgte in Nordrhein-Westfalen die Umstellung des Schuljahresbeginns von Ostern auf den Herbst. Es folgten zwei Kurzschuljahre: 1.4.1966 – 30.11.1966 und 1.12.1966 – 31.7.1967. Von da an beginnt das Schuljahr formal immer am 1.8. eines Jahres, faktisch mit dem Ende der Sommerferien. Im Schuljahr 1966/67 wird auch das 9. Pflichtschuljahr mit einem Betriebspraktikum zur Erkundung der Arbeitswelt eingeführt. 23 Schülerinnen und Schüler der Queller Schule nehmen daran Teil.
Das Schuljahr 1967/68 stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Auflösung der Volksschule. Es begann ein Tauziehen um den Standort der neu entstehenden Hauptschule: Queller Schule oder Brocker Schule. Trotz heftigen Protests der Queller Bevölkerung fiel die Entscheidung zugunsten der Brocker Schule. Begründet wurde die Entscheidung mit den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen beider Schulen. Während man bei der Queller Schule keine räumliche Erweiterungsmöglichkeit sah, wurde dies bei der Brocker Schule grundsätzlich anders beurteilt. Brackwede erklärte sich bereit, die erforderlichen Erweiterungen durchzuführen.

Zum 1.8.1968 erfolgte die Trennung der Volksschule in Grund- und Hauptschule. 180 Schüler der Jahrgänge 5 – 9 wurden an die Brocker Schule überwiesen. Rückblickend betrachtet war die Entscheidung für Brock als Hauptschulstandort kein besonderer Nachteil für Quelle. Schon 10 Jahre später erhielt Quelle an der Marienfelder Straße ein neues Schulgebäude in das die Hauptschule Brock einzog. Die Schule erhielt den Namen Gustav-Heinemann-Schule. Wiederum 10 Jahre später wird in diesem Gebäude die Gesamtschule Brackwede eingerichtet und die Hauptschule wegen rückläufiger Schülerzahlen zum 1.8.1990 geschlossen. 

 

Die Grundschule Quelle von 1968 - 2008   

Die organisatorische Trennung der Volksschule in Grund- und Hauptschule war eine einschneidende bildungspolitische Veränderung und die Grundlage für ein nach Stufen gegliedertes Schulwesen. Das bisherige Konzept der „volkstümlichen Bildung“ wurde abgelöst durch stärker wissenschaftsorientierte Lehrpläne.

Für die Grundschule bedeutete dies neue Lehrpläne mit neuen Fächern und neuen Inhalten. An die Stelle des bisherigen Gesamtunterrichts trat ein nach Fächern gegliederter Unterricht mit eigenen Lehrgängen in Sprache, Mathematik, Kunst, Musik, Religion, im Sachunterricht und im Sport. Aber auch Formen und Methoden des Unterrichts änderten sich. Stärkere Schülerorientierung und mehr Selbsttätigkeit der Schüler war gefordert. Innere Differenzierung und individuelle Förderung waren erklärte pädagogische Zielsetzung der neuen Richtlinien und Lehrpläne.

Selbstverständlich traten dies Änderungen nicht schlagartig ein. Entwicklung und Erprobung neuer Lehrpläne braucht seine Zeit, die Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer ebenso. Auf diese allgemeine schul- und bildungspolitische Entwicklung soll im Folgenden jedoch nur eingegangen werden, wenn es für die Geschichte der Queller Schule von Bedeutung ist.

Die Jahre 1968 – 1978

Die Grundschule Quelle startete im ersten Jahr mit 329 Kindern. Die Leitung hatte weiterhin Wilhelm Piening, der am Ende des Schuljahres feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Frau Tönsmann übernahm mit Beginn des Schuljahres 1969/70 als Konrektorin die Leitung der Schule. Nach etwa vier Monaten wählte der Gemeindrat den Konrektor der Grundheider Schule, Herrn Richard Jerwitz, zum neuen Rektor der Queller Schule. Der damalige Schulrat Schwier (später Kultusminister von Nordrhein-Westfalen) nahm am 18.12.1969 die Amtseinführung vor.

Da Rektor Jerwitz die vorhandene Dienstwohnung im Haus 1 nicht benötigte, schlug er der Stadtverwaltung von Brackwede vor, die Rektorwohnung umzubauen. Die Stadt Brackwede, zu der Quelle seit dem 1.1.1970 gehörte, stellte ca. 50 000 DM zu Verfügung. Es entstanden ein neues Lehrerzimmer, ein neues Rektorzimmer, eine Bücherei mit Sekretariat, eine kleine Küche, Toilette und Garderobe. Aus dem bisherigen Rektorzimmer in der 1. Etage wurde das Lehrmittelzimmer. Die Lehrmittel waren bis dahin völlig unzureichend im Keller untergebracht.

Eine weitere Folge der Eingemeindung nach Brackwede war die Auflösung der Gemeindebücherei, die bisher in einem Raum im Erdgeschoss der Schule untergebracht war. So konnte nach Renovierung ein weiterer Klassenraum gewonnen werden. Im Jahre 1971 stellte die Stadt Brackwede 8000 DM für die Anschaffung neuer Schulmöbel zur Verfügung.

Im Frühjahr 1970 wurde mit dem Bau der seit langem geplanten Turnhalle auf dem Schulgelände begonnen. Nach anfänglich zügigem Baufortschritt, verzögerte sich jedoch die Fertigstellung im Lauf des Jahres. Am 22.2.1971 war es endlich soweit. Der Brackweder Bürgermeister Heinz Schmitt übergab Rektor Jerwitz im Beisein zahlreicher Ehrengäste den Schlüssel für die neue Turnhalle. Schulchor und Flötengruppe gaben den musikalischen Rahmen und die Kinder zeigten Kostproben ihres sportlichen Könnens.

Am 1.4.1970 erhielt die Schule offiziell den Namen:
Queller Schule - Grundschule.

Einige Jahre später änderte sich der Name noch einmal geringfügig in:
Queller Schule – Städtische Gemeinschaftsgrundschule Bielefeld.

Die Schülerzahlen stiegen weiter an und blieben bis 1975 auf hohem Niveau. Um die  430 Kinder sind jährlich in der Statistik verzeichnet. Bei 12 oder 13 Klassen waren das im Durchschnitt 35 bis 36 Kinder pro Klasse. Das war allerdings keine Besonderheit. In den meisten Schulen des Landkreises sah es ähnlich aus.

Vom Schuljahr 1972/73 an befand sich an der Queller Schule auch ein Schulkindergarten. Diese neu geschaffene Einrichtung war Teil der Grundschule. In ihr sollten diejenigen Kinder unterrichtet und gefördert werden, die zwar dem Alter nach schulpflichtig, aber wegen mangelnder Schulreife vom Unterricht der 1.Klasse zurückgestellt waren. Zurückgestellte Kinder aus Quelle, Ummeln und Brock wurden hier gemeinsam in einer Klasse von einer Kindergärtnerin unterrichtet. Der Richtwert pro Klasse lag bei 20 Kindern. Die materiellen Voraussetzungen waren günstig. Für die Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln und passende Schulmöbel stand genügend Geld zur Verfügung. Der Unterricht fand in den beiden Kellerräumen des Hauses 1 statt. Nach drei Jahren entschied der Schulausschuss der Stadt  Bielefeld die Verlegung des Schulkindergartens an die Brocker Schule, ohne die Queller Schule anzuhören oder zu beteiligen.

Von 1977 bis 1983 gab es an der Schule sogenannte Vorbereitungsklassen für türkische Kinder. In diesen Klassen sollten türkische Kinder vor allem die sprachlichen Voraussetzungen erwerben, um später im Unterricht der Regelklasse mitarbeiten zu können. In zwei Klassen wurden ca. 50-60 Kinder deutschen Lehrern und einem türkischen Lehrer unterrichtet. Das Ministerium schaffte 1983 die Vorbereitungsklassen ab. Alle ausländischen Schülerinnen und Schüler wurden sofort in die Regelklasse eingeschult.

Der Schulleiter Jerwitz erkrankte im Februar 1974 schwer. Frau Tönsmann musste wieder die Leitung übernehmen. Zum 1.10.1974 schied Herr Jerwitz aus Krankheitsgründen vorzeitig aus dem Dienst. Die Rektorstelle konnte neu ausgeschrieben werden. Als neuer Schulleiter trat Hermann Wittler am 7.3.1975 seinen Dienst in der Queller Schule an. In Folge des Ausscheidens von Herrn Jerwitz spitzte sich die schon seit längerem bestehende mangelnde Lehrerversorgung weiter zu. Es kam zu massiven Unterrichtskürzungen und immer wieder zu Unterrichtsausfall. Die Eltern schalteten die Presse ein und versuchten, in Verhandlungen mit dem Schulrat eine Verbesserung der Stellenbesetzung zu erreichen. Wegen akuten Lehrermangels im gesamten Stadtgebiet konnten die Eltern ihre Forderung nicht durchsetzen.

Nach 30jähriger Tätigkeit in Quelle ging Frau Tönsmann am Ende des Schuljahres 1977/78 in den Ruhestand. Im August 1978 wurde sie in der Aula feierlich verabschiedet. Neue Konrektorin wurde Frau Margarethe Franke, die von der Grundheider Schule nach Quelle kam.

 

100jähriges Jubiläum

1980 feierte die Schule mit zwei Jahren Verspätung das 100jährige Bestehen der Schule in Quelle. In der Festschrift begründete Rektor Wittler die Verspätung wie folgt: „Und warum wurde der 100. Geburtstag unserer Schule nicht schon vor 2 Jahren gefeiert? Schuld daran ist einmal unsere etwas vergilbte Schulchronik, in der diese bedeutsame Jahreszahl nur mit undeutlichen Bleistiftstrichen eingetragen steht. Zum anderen müssen wir gestehen, dass uns die Gegenwart und die Zukunft unserer Schule mehr beschäftigen als die Vergangenheit.“

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Dafür feierte man dann aber auch ausgiebig. Eine ganze Woche lang vom 2. bis zum 7. Juni gab es ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Kinder, Eltern und Öffentlichkeit. (Abdruck Programm)
Einer der Höhepunkte war zweifellos der Festakt am 2. Juni in der Aula der Schule mit vielen geladenen Gästen. Oberbürgermeister Schwickert und der Beigeordnete Oetting hielten Ansprachen umrahmt von Liedern, Tänzen und Musikstücken der Schülerinnen und Schüler.

Ein anderer Höhepunkt war die Veranstaltung „Heiterer Rückblick“. „In der restlos ausverkauften Aula brachten wir zweimal den heiteren Rückblick `100 Jahre Queller Schule`. In 10 Zeitbildern wurde gezeigt, wie sich das Schulleben in den vergangenen 100 Jahren gewandelt hat. Die meist lustigen Darbietungen wurden mit stürmischem Applaus bedacht.“ (Schulchronik)

Den Abschluss der Festwoche bildete am Samstag eine von den Eltern organisierte  Sternwanderung der gesamten Schule zur Ochsenheide.

Eine Spätfolge der Jubiläumsfeier war die Ausstattung der Aula mit neuen Stühlen. Die alten fest montierten Stuhlreihen mit Klappsitzen wurden gegen neue stapelbare Einzelstühle, die zu Sitzreihen zusammengesetzt werden konnten, ausgetauscht. Leider aber erst nach der Festwoche und auch zu wenige. Für 50 Stühle reichte das Geld nicht mehr. Sie wurden erst etliche Jahre später ausgewechselt.

 

Die Jahre von 1980-1990

Klicken zum VergrößernSchon nach 3jähriger Tätigkeit verließ die Konrektorin Frau Franke wieder die Queller Schule, um die Leitung der Grundschule Hoberge-Uerentrup zu übernehmen. Ihr Nachfolger wurde am 1.2.1981 Hans-Martin Knappe, der von der benachbarten Gustav-Heinemann-Schule kam. Unter seiner Leitung wurde ein Chor eingerichtet, der alljährlich viel beachtete Singspiele zur Aufführung brachte.
Im Mai 1984 beschloss die Schulkonferenz auf Anregung der Elternvertreter, für das nächste Schuljahr die Einführung der vollen 5-Tage-Woche bei der Schulaufsicht zu beantragen. Dem Antrag wurde stattgegeben. Noch vor zwei Jahren war ein solcher Antrag am Votum der Eltern gescheitert. Bereits seit dem Schuljahr 1977/78 war die eingeschränkte 5-Tage-Woche eingeführt worden. Jeweils der 2. und 4. Samstag im Monat waren unterrichtsfrei.

Am 22.7.1986 nahm die Queller Schule von ihrem langjährigen Schulleiter, Rektor Hermann Wittler, Abschied. Nach 40 Dienstjahren, davon 11 Jahre als Schulleiter in Quelle, trat er in den wohlverdienten Ruhestand. Die Kinder der 3. und 4. Klassen gestalteten in der Aula ein buntes Programm. Regierungsschuldirektor Bebermeier und Bezirksvorsteher Baumotte würdigten die Verdienste des scheidenden Rektors für die Queller Schule.

Die Leitung der Schule übernahm ab Schuljahr 1986/87 Karl-Gustav Heidemann, bisher Konrektor der Grundschule Ummeln. Ende des Schuljahres 1987/88 verließ Konrektor Hans-Martin Knappe die Schule, um die Leitung der Grundschule Schröttinghausen-Deppendorf zu übernehmen. Für die frei gewordene Konrektorstelle bewarb sich dann aus dem Kollegium die Lehrerin Cornelia Maas. Kommissarisch übernahm sie die Aufgabe mit Beginn des neuen Schuljahres, ihre Ernennung erfolgte 1989.

Vom allgemeinen Rückgang der Schülerzahlen blieb auch Quelle nicht verschont. Seit 1975 war die Zahl der Schülerinnen und Schüler rückläufig. Der niedrigste Stand war 1990 mit 210 Kindern in 9 Klassen erreicht. Wegen der sinkenden Schülerzahlen kam es zu rechnerischen Überhängen bei den Lehrerstellen. Das Kultusministerium beschloss daraufhin 1987, eine größere Zahl von Lehrerinnen und Lehrern ins Ruhrgebiet zu versetzen, um dort eine bessere Lehrerversorgung zu erreichen. Etwa 30 Grundschullehrerinnen und -lehrer aus Bielefeld waren betroffen. Gleich drei Lehrerinnen der Queller Schule waren mit im Versetzungsverfahren. Alle wehrten sich dagegen und wurden dabei von Schulleitung, Eltern und Lehrerverbänden unterstützt. An einer Protestdemonstration vor dem Bielefelder Rathaus beteiligten sich auch Schüler, Eltern und Lehrer aus Quelle. Nach massiven Protesten im gesamten Regierungsbezirk nahm der Kultusminister Ende 1987 den Versetzungserlass zurück.

 

Das Pelusa-Projekt

1990 begann die Schule damit, sich für das Kinderhilfsprojekt „Pelusa“ in Santiago de Chile zu engagieren. Das 1981 gegründete Projekt kümmert sich um Straßenkinder in der chilenischen Hauptstadt, gibt ihnen Unterkunft, Verpflegung und eine Schulausbildung. Es finanziert sich überwiegend aus Spenden und steht unter der Patenschaft der Stadt Bielefeld. Der Bielefelder Sozialarbeiter Franz Klement hat das Projekt in Chile jahrelang betreut. Über ihn kam der Kontakt zustande.

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Auf dem Queller Weihnachtsmarkt wurden einige Jahre verschiedene Waren verkauft, die zuvor Eltern, Kinder und Lehrer gemeinsam in den Klassen hergestellt hatten. Der Reinerlös dieser Verkaufsaktion ging dann als Spende nach Chile. Die Übergabe der Spende an den Oberbürgermeister erfolgte im Rahmen einer Schulveranstaltung in der Aula. 1994 stattete auch der chilenische Botschafter in Deutschland der Schule einen Besuch ab, um sich für das Engagement zu bedanke.

Im Unterricht wurden regelmäßig die Lebensbedingungen von Kindern in den Armenvierteln Chiles behandelt. Im Frühjahr 1997 war noch einmal eine ganze Projektwoche dem Thema Lateinamerika gewidmet. In Begegnung mit Gästen aus Brasilien und Chile konnten die Kinder die sozialen, kulturellen und ökonomischen Lebensbedingungen der Menschen in Lateinamerika näher kennen lernen. Damit fand das Engagement für das Pelusa-Projekt seinen vorläufigen Abschluss.

 

Randstundenbetreuung und Offene Ganztagsschule

Mit dem Schuljahr 1991/92 begann die Queller Schule als eine der ersten in Bielefeld damit eine Betreuung vor und nach dem Unterricht anzubieten. Ab 7.30 Uhr konnten die Kinder in die Schule kommen und auch nach dem Unterricht noch bis 13.30 Uhr in der Schule bleiben. Das Betreuungsangebot richtete sich an Eltern, die aus unterschiedlichen Gründen darauf angewiesen waren, dass ihr Kind unabhängig vom jeweiligen Stundenplan zu festen Zeiten in der Schule bleiben kann. Die Betreuung übernahmen zunächst Studentinnen auf Honorarbasis. Da die Stadt Bielefeld die Trägerschaft nicht übernehmen wollte, musste eigens dafür ein Förderverein gegründet werden. Die Stadt zahlte dem Förderverein einen Zuschuss zu den Honorar- und sonstigen Unterhaltskosten, die Eltern mussten einen monatlichen Eigenbeitrag von 50 DM zahlen. Über 20 Kinder wurden sofort angemeldet, weitere kamen im Lauf des Schuljahres hinzu.

Die Betreuung wurde schnell zu einer nachgefragten Einrichtung. Die Zahl Anmeldungen stieg ständig, und damit auch der Bedarf an Betreuungskräften. Da es sich überwiegend um Studierende handelte, die sich nebenbei etwas verdienen wollten, gab es auch eine starke Fluktuation. Absprachen der Betreuerinnen untereinander erfolgten oft nur unzureichend. Jemand musste die Leitung übernehmen. So beschloss der Förderverein 1999 die Ausschreibung einer festen Stelle mit 20 Stunden. Aus der Gruppe der Bewerber wurde die Sozialpädagogin Sonja Lorenz ausgesucht. Aufgrund gesetzlicher Änderungen konnte niemand mehr als Honorarkraft mehr beschäftigt werden, sondern nur als geringfügig Beschäftigter mit Steuer- und Versicherungspflicht. Damit aber übernahm der Förderverein Arbeitgeberfunktionen mit allen arbeitsrechtlichen und steuerlichen Konsequenzen. Das überstieg Kräfte und Kompetenz der ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder des Fördervereins, insbesondere des Kassierers Ulli Reisberg. Es wurde ein professioneller Träger für die Betreuungseinrichtung gesucht. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die bereits Träger von Betreuungseinrichtungen anderer Grundschulen war, übernahm ab 2000 auch die Trägerschaft an der Queller Schule.

Mit der steigenden Schülerzahl stieg auch der Bedarf an Betreuungsplätzen. Im September 2003 wurde das Angebot auch auf den Nachmittag ausgedehnt. 100 Kinder waren zu diesem Zeitpunkt angemeldet. Sie wurden von 6 pädagogischen Mitarbeitern betreut.

Neben der Randstundenbetreuung startete die QuKlicken zum Vergrößerneller Schule im Schuljahr 2005/06 auch die „Offene Ganztagsschule“ mit 50 Kindern. Später wurden noch eine dritte und vierte Gruppe eingerichtet. Die AWO hatte auch die Trägerschaft dieser Einrichtung übernommen. Anfangs waren 11, gegenwärtig sind bis zu 15 pädagogische Mitarbeiter unter der Leitung von Frau Lorenz in beiden Einrichtungen tätig. Das Angebot der OGS umfasst musikalische und künstlerische Angebote, aber auch Arbeit mit PC und Internet, Hausaufgabenbetreuung, sowie Sport- und Spielangebote. Die Betreuungsangebote finden in den Räumen im Untergeschoss und im Erdgeschoss von Haus I, sowie in ehemaligen Wohnungen von Haus II statt. Das Mittagessen wird von Hotel Büscher zu Fuß über die Straße angeliefert. Im Jahre 2009 erhielt die Schule eine eigene Mensa als Extragebäude auf dem Schulhof.

Im Jahr 2016 wechselte die Trägerschft des Offenen Ganztags zu den Falken Bielefeld. Die OGS-Betreuung vergrößerte sich auf 175 Plätze. Die Randstunde wurde aufgrund von Fördermittelstreichung durch Land NRW und Stadt eingestellt. Seither essen alle 175 Kinder täglich in der Mensa.

Der Förderverein

1991 wurde der Förderverein der Grundschule Quelle gegründet. Den Anstoß dafür gab die Einführung der Betreuung und die damit verbundene Notwendigkeit einen Träger dafür zu finden. Von Anfang an war es aber auch Ziel, die Schule finanziell zu unterstützen. Die ständige Knappheit der öffentlichen Finanzen führt dazu, dass die für den Schulbetrieb notwendigen Haushaltsmittel selten ausreichen. Hier sollte der Förderverein rasche und unbürokratische Hilfe leisten, die letztlich allen Schülern zugute kommt. Mit der Übernahme der Trägerschaft durch die AWO konnte sich der Förderverein ganz auf seine Förderaufgaben konzentrieren. Er finanziert und unterstützt beispielsweise Unterrichtsprojekte und Projektwochen, Auftritte von Musikern, Künstlern, Autoren, Ausstattung der Schülerbücherei mit Büchern und Möbeln, Anschaffung von Kleinspielgeräten für die Pausen, Anschaffung von Großgeräten für den Schulhof. Außerdem wirkt der Förderverein aktiv bei schulischen und außerschulischen Veranstaltungen mit. Der Förderverein lebt von den regelmäßigen Beiträgen seiner Mitglieder, von Spenden und sonstigen Einnahmen.

Seit dem Jahr 2010 gehört die Tannenbaumaktion nach dem Dreikönigstag zum festen Programmn des Vereins. Alle Queller stellen ihren Tannenbaum vor die Tür und lassen ihn von Eltern, Kindern und Lehrern der Schule gegen eine kleine Spende abholen. Die sdabei gesammelten Spendenbeträge kamen schon einer großen Kletterlandschaft, dem Zirkusprojekt 2015 und vielen kleineren Anschaffungen zu Gute.

Im Jahr 2016 feierte der Verein sein 25jähriges Bestehen mit einem großem Fest und Flohmarkt auf dem Schulhof und der Turnhalle. Neben üblichem Kaffee und Kuchenangebot wurde ein riesiger Kletterfelsen, ein Ballonstand, ein Eiswagen, die Puppenbühne der Feuerwehr Bielefeld u.v.m. aufgeboten.


Die Schülerbücherei

Weil in Quelle schon seit Jahren keine öffentliche Buchausleihe mehr existierte, ergriffen einige Eltern die Initiative, in der Schule eine Schulbibliothek für die Kinder einzurichten. Sie schrieben Verlage an, baten Klicken zum VergrößernEltern und Freunde um Bücherspenden. Mit 350 Kinderbüchern startete die Bibliothek im Dezember 1996. Dies war vor allem dem Engagement von Martina Hussmann-Graf und Ulrike Janzen zu verdanken. Mit weiteren Eltern sorgten sie dafür, dass die Kinder einmal wöchentlich ihre ausgeliehenen Bücher tauschen konnten. Durch Unterstützung des Fördervereins konnten im Laufe der Zeit weitere Bücher und Bücherregale angeschafft werden.

Um das Interesse der Kinder am Lesen zu fördern, veranstaltete die Elterninitiative regelmäßig Ratespiele und Lesenächte. Auf ihre Anregungen gehen auch einige Lesungen von Kinderbuchautoren zurück, so zum Beispiel der Auftritt von Erwin Grosche im Juni 2002.

Schulbauerweiterung

Im Zusammenhang mit den Plänen für neue Wohngebiete in Quelle wurde im Herbst 1997 auch die Frage nach der angemessenen Schulraumversorgung in den zuständigen Gremien diskutiert. Unterschiedliche Prognosen der zu erwartenden Schüler führten zu unterschiedlichen Ideen und Vorschlägen hinsichtlich der Schulraumversorgung. Nur in einem waren sich Politik und Verwaltung einig: Der bestehende Schulraum würde nicht ausreichen.

Anfangs war der Bau einer neuen zweiten Schule im Baugebiet Alleestraße vorgesehen. Dieser Plan wurde bei der Überarbeitung des Bebauungsplans wieder aufgegeben. Zeitweilig gingen Überlegungen auch dahin, den Schulstandort Carl-Severing-Straße 165 ganz aufzugeben und an anderer zentralerer Stelle eine neue Schule zu bauen, die den wachsenden Schülerzahlen gerecht wird. Schulpflegschaft und Schulleitung favorisierten diese Idee. Berechnungen der Verwaltung zufolge war diese Lösung ungleich kostspieliger als eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes. Schließlich stimmte die Bezirksvertretung Brackwede der Anbaulösung im Prinzip zu.

Strittig blieb aber noch die Frage um wie viele Räume der Schulbau erweitert werden sollte. Vier oder sechs Klassenräume plus zwei Mehrzweckräume standen zur Debatte. Außerdem musste geklärt werden, was mit den beiden alten Gebäuden Haus I und Haus II geschehen sollte. Eine umfassende Renovierung der Klassenräume und der Verwaltung war längst überfällig. Die Vorsitzende der Schulpflegschaft Susanne Vormbrock-Hagen trug in einer Diskussionsveranstaltung mit der Schulverwaltung die Forderungen der Elternschaft vor. Sie forderte sechs neue Klassenräume. Für ebenfalls notwendig hielt die Schulpflegschaft die teilweise Überdachung und Neugestaltung des Schulhofs, die Erweiterung der Turnhalle, die Renovierung des Verwaltungstrakts, sowie eine umfangreiche Modernisierung der Unterrichtsräume. Eine konkrete Zusage mochte der Amtsleiter nicht machen.

Die Schulkonferenz bekräftigte die Forderungen der Eltern und stellte einen umfassenden Forderungskatalog für die Altbausanierung zusammen. Die Bezirksvertretung übernahm diese Forderungen und stimmte im Mai 1998 den Planungen für Anbau und Sanierung zu. Etwa ein Jahr später wurde mit den Bauarbeiten für den Anbau begonnen.

 

Richtfest und Einweihung

Die Bauarbeiten im Sommer und Herbst kamen zügig voran. Schon im Dezember 1999, am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien, konnte das Richtfest gefeiert werden. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Verwaltung waren erschienen.


Das Westfalenblatt berichtete:
„Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, wenn Mut und Freude dabei verloren gehen.“ An Diese Worte des Schweizer Pädagogen und Sozialreformers Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) hat gestern Bielefelds Oberbürgermeister Eberhard David beim Richtfest in der Grundschule in Quelle erinnert. Mit Beginn des nächsten Schuljahres soll der 3,7 Millionen Mark teure Anbau bezogen werden. Damit werde auch dem Zuzug vieler junger Familien in den Neubaugebieten des Brackweder Ortsteils nicht nur im Bereich Alleestraße Rechnung getragen, betonte der Oberbürgermeister.

Nach den Sommerferien 2000 war der Anbau komplett eingerichtet und konnte von den Schülern bezogen werden. Jetzt folgte noch eine einjährige Umbauphase der beiden Altgebäude. Zuerst wurde das gesamte Haus II leer geräumt und die Klassen im Anbau und im Haus I untergebracht. Alle vorhandenen Räume mussten dabei genutzt werden. Die Betreuung bezog die damals leer stehende Hausmeisterwohnung. Ab März 2001 passierte das gleiche mit Haus I. Die Klassen mussten in Haus II untergebracht werden, ebenso Lehrerzimmer, Schulleitung und Sekretariat.

Eine Baumaßnahme solchen Umfangs geht natürlich nicht ohne Beeinträchtigungen vonstatten. Es gab viele Belastungen für die  Schülerinnen und Schüler, für Lehrerinnen und Lehrer, die Betreuungskräfte, Sekretärin, Hausmeisterin und nicht zuletzt die Reinigungskräfte. Nicht nur der Baulärm, auch viele organisatorische Maßnahmen erschwerten den normalen Schulalltag. So waren alle Beteiligten froh, als mit dem Schuljahr 2001/02 die Baumaßnahmen abgeschlossen und der Schulbetrieb wieder seinen normalen Verlauf nahm.

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Nach zweijähriger Phase des Bauens, Renovierens und Sanierens wurde am 28. September die Grundschule Quelle offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Zur Einweihungsfeier waren zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung erschienen. Aber auch Vertreter der Schulaufsicht, der Nachbarschulen, der Kindergärten, der Queller Gemeinschaft, der Freiwilligen Feuerwehr und zahlreiche Eltern konnten vom Schulleiter Karl-Gustav Heidemann begrüßt werden.

Der Brackweder Bezirksvorsteher Siegfried Kienitz überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und würdigte die gelungene Verbindung von Alt- und Neubau. Er dankte dem Kollegium und den Kindern für die Geduld, mit der sie die Belastungen durch Baulärm, Schmutz und Baustellenverkehr ertragen hätten.

Eine gute Nachricht hatte der Bezirksvorsteher auch noch mitgebracht: Die Schülertoiletten werden noch nachträglich saniert. Die erforderlichen Haushaltsmittel seien gesichert. Schulleiter und Elternvertretung hatten die ursprünglich zugesagte, aber dann nicht erfolgte Renovierung der Sanitäranlage kritisiert.

Schülerrinnen und Schüler verschiedener Klassen trugen mit Liedern und Tänzen zu einer gelungenen Einweihungsfeier bei und erhielten viel Beifall. Im Anschluss an die Einweihungsfeier fand auf dem Schulhof ein großes, buntes Schulfest statt.

Lange Zeit war auch der Schulhof durch die Baumaßnahmen nur sehr eingeschränkt nutzbar. Die fertig gestellten Außenanlagen rundeten das Bild ab. Insbesondere das Forum zwischen den drei Gebäudeteilen wurde von den Kindern schnell angenommen und hat sich auch bei schulischen Veranstaltungen bewährt. Da die finanziellen Mittel nicht reichten, auch den gesamten vorderen Teil des Schulhofs umzugestalten, gründete sich eine Initiative von Eltern, die Pläne für die Gestaltung entwickelte und vor allem auch die notwendigen Finanzmittel durch gezielte Ansprache von Sponsoren zusammen brachte. Viele Helfer fanden sich  im Juni 2001 zu einem großen Arbeitseinsatz zusammen, um die Umgestaltung durchzuführen.

Weitere Baumaßnahmen

In den ersten Jahren nach An- und Umbau der Schule war das Raumangebot vergleichsweise großzügig. Für 15 bzw. 16 Klassen standen 18 Klassenräume zu Verfügung. So konnten auch einzelne Räume nur für Fachunterricht genutzt werden. Am beliebtesten bei Kindern und Lehrern waren allerdings die Räume in dem neuen Gebäude, vor allem wegen der Raumgröße und des Zuschnitts der Räume.

Weiter steigende Schülerzahlen und die Einrichtung der Offenen Ganztagsschule brachten aber schon bald neue Raumnot. Im Frühjahr 2005 wurden in der Aula Trennwände eingezogen und auf diese Weise zwei weitere Klassenräume geschaffen. Der hintere Teil der Aula mit Bühne steht weiter als Mehrzweckraum zur Verfügung. Außerdem wurden die im Haus II befindlichen Wohnungen nicht mehr vermietet, sondern für schulische Zwecke renoviert und umgebaut. Hier sind zwei Gruppen der Ganztagseinrichtung untergebracht. Mit der Errichtung der Mensa auf dem Gelände zwischen Haus II und Haus III sind die Baumaßnahmen vorerst abgeschlossen. Die Schülerzahlen gehen wieder langsam zurück.

Lehrerkollegium und Schulleitung

Im Laufe der 40jährigen Geschichte der Grundschule Quelle hat sich die Zahl der Lehrerstellen und die Zusammensetzung des Kollegiums ständig verändert. Mit dem Auf und Ab der Schülerzahlen (s.Tabelle) stieg und fiel auch der Bedarf an Lehrerstellen. Hinzu kommt die Fluktuation durch Versetzung, Pensionierung und Neueinstellung. Die stärksten Veränderungen in der Zusammensetzung des Kollegiums passierten in den letzten 10 Jahren. Weil einige Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand gingen und gleichzeitig die Schülerzahlen nach oben kletterten, kam es jährlich zu Neueinstellungen und Versetzungen von anderen Schulen. Die Veränderungen im Kollegium während der letzten 40 Jahre nachzuzeichnen würde den Rahmen dieser Aufzeichnung sprengen.

Klicken zum VergrößernKlicken zum VergrößernNicht unerwähnt bleiben sollte aber Werner Burmeister. 30 Jahre lang versah er als Hausmeister seinen Dienst in der Queller Schule. Er ging im Juli 1996 in den Ruhestand. 

 

 

 

 

Zum Wechsel in der Schulleitung kam es im Sommer 2004. Rektor Karl-Gustav Heidemann, Schulleiter seit 18 Jahren, übergab die Dienstgeschäfte seinem Nachfolger Udo Oeing. Schon zum 31.03.2011 verließ Udo Oeing die Queller Schule, um als Seminarleiter in die Lehrerausbildung zu wechseln. Seine Nachfolge trat am 20.04.2012 Dominik Braus an. In der Zwischenzeit leitete die Konrektorin Christa Merker die Schule.

 

 

 

Zum Schluss
Hiermit sind 60 Jahre Schulgeschichte nachgezeichnet. Wir haben uns dabei...
Hiermit sind 60 Jahre Schulgeschichte nachgezeichnet. Wir haben uns dabei beschränkt auf die mehr äußerlich sichtbaren Ereignisse wie bauliche und personelle Veränderungen, Schul- und Organisationsstrukturen, Schülerzahlen etc. Was nicht dargestellt wurde ist das Kerngeschäft von Schule, nämlich der Unterricht. Die Gründe dafür sind einfach und vielfältig zugleich. Einfach, weil der Unterricht in der Volksschule wie in der Grundschule Quelle sich im Großen und Ganzen wohl nicht wesentlich vom Unterricht anderer Schulen unterscheiden dürfte. Vielfältig, weil Unterricht bei jeder Lehrerin, bei jedem Lehrer und in jeder Klasse immer wieder anders verläuft. Gesicherte Aufzeichnungen oder andere Quellen gibt es darüber nicht.

Reichlich dokumentiert hingegen ist ein anderer Bereich, der ebenfalls fehlt: Schulfeste, Sportveranstaltungen, Feiern, Theateraufführungen etc. Ein lebendiges Schulleben hat die Queller Schule immer ausgezeichnet. Diese Veranstaltungen sind in der Schulchronik festgehalten und durch Zeitungsberichte zusätzlich belegt. Allein die Vielzahl dieser Schulveranstaltungen macht es schwer, darüber in einer Weise zu berichten, die nicht ermüdend auf den Leser wirkt. Aus diesem Grunde wird an dieser Stelle auf eine detaillierte Darstellung verzichtet.

 

 


Rektoren und Konrektoren der Queller Schule seit 1946

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Zuletzt aktualisiert von sl am 03.04.2017, 11:42:30.